Christopher Street Day

Am Christopher Street Day wird gegen Diskriminierung und Ausgrenzung von Schwulen, Lesben, Bisexuellen und Transsexuellen demonstriert. Er findet in verschiedenen Ländern statt und hat überall andere Bezeichnungen: Die englischsprachigen Länder nennen ihn Gay Pride, in Österreich heißt die Demonstration Regenbogenparade und in Australien heißt er Mardi Gras.

Die Schwulen, Lesben und Transsexuellen zeigen sich in ihrer ganzen Pracht – schrille, bunte Farben, ausgefallene Kostüme und extravagantes Make-up zeigen, dass sich niemand mehr ob seiner Sexualität schämen muss. Selbst Politiker unterstützen den Christopher Street Day und helfen mit, die Unterdrückung der Homosexuellen zu vermindern.
Mit dem Christopher Street Day wird an den ersten bekannten Aufstand von Homosexuellen in New York erinnert, der damals am 28. Juni 1968 in der Christopher Street stattfand und sich gegen Polizisten richtete. Zu dieser Zeit gab es häufig Ärger mit der Polizei, da sie Zusammenkünfte von Homosexuellen auf gewalttätige Art und Weise verhindern wollte. Durch den Aufstand kam es zu tagelangen Straßenschlachten zwischen den Homosexuellen und der Polizei. In New York wird seitdem immer am letzten Samstag im Juni der Christopher Street Liberation Day gefeiert und durch einen großen Straßenumzug an dieses Ereignis erinnert.
Der erste Christopher Street Day in Deutschland fand im Jahr 1979 in den Städten Berlin und Bremen statt, allerdings gibt es schon seit Anfang der siebziger Jahre größere Schwulen-und Lesbenumzüge.
Heute findet der größte Christopher Street Day in Köln statt, wobei inzwischen jede größere Stadt einen Christopher Street Day veranstaltet. Köln organisiert jeden Sommer den ColognePride, auf dem zwei Wochen lang verschiedene Aktionen zum Thema Homosexualität und AIDS-Hilfe stattfinden. Vorträge, Lesungen und viele Parties gehören zum Programm. Dabei findet das Christopher Street Day-Straßenfest ein Wochenende lang statt, die Christopher Street Day-Parade einen Tag lang. Der Christopher Street Day wird seit 21 Jahren von der Kölner AIDS-Gala eröffnet. Im Maritim-Hotel finden sich während der Gala viele Prominente, die die AIDS-Hilfe unterstützen, Solidarität zeigen und ihre Shows ohne Gage vorführen. Im Jahr 2012 werden zum Beispiel Auftritte von der Moderatorin und Autorin Charlotte Roche, der berühmten Pop-Band Polarkreis 18 und dem Saxophonisten Eike Sax erwartet.
Jedes Jahr findet der Christopher Street Day in Köln unter einem anderen Motto statt. Im Jahr 2010 hieß das Motto: “Stolz bewegt”, im Jahr 2011 “Liebe ist…”. Im Jahr 2011 konnten über 900.000 Besucher auf dem ColonePride verzeichnet werden, von denen 20.000 an den Umzügen teilnahmen.
In diesem Jahr findet der ColonePride vom 23.6. bis 8.7. statt, die Christopher Street Day-Parade selbst ist am 8.7.12. Ein Motto ist bislang noch in Arbeit. Auf der Seite www.csd-cologne.de finden sich alle wichtigen Infos, dort können auch Karten erworben werden.

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