Köln in der Neuzeit- die Anfänge des 20. Jahrhunderts

Konrad Adenauer führt Kölns Geschick

Am Anfang des 20. Jahrhunderts betrat vor allem ein Mensch die nationale Bühne der Politik und machtes sich einen großen Namen, Konrad Adenauer. Der smarte Kölner wurde Oberbürgermeister seiner Heimatstadt und prägte das Städtebild wie kein anderer. Dabei war sein Amtsantritt keinesfalls einfach. 1917 war bereits abzusehen, dass der Erste Weltkrieg nicht mehr zu gewinnen war. Überalle herrschte Unruhe und Chaos. In den Jahren von 1918 bis 1924 fiel Köln unter englische Besatzung. Dies hinderte jedoch Konrad Adenauer nicht daran, Reformen und Verbesserungen in Köln durchzusetzen.

Adenauer gestaltet Köln

Konrad Adenauers erstes Anliegen war die Wiedereröffnung der Universität Köln. Er wusste, dass die Modernisierung und Technisierung eine gut ausgebildete Jugend erforderte. Es wurden vor allem Ausbildungszweige angeboten, die im engen Kontakt mit dem Handelswesen standen. Ein weiteres Projekt, das Adenauer anging, war der Ausbau Kölns zur Messestadt. In diese Richtung war bis zu diesem Zeitpunkt noch nicht viel geschehen. Also ließ er Messehallen hochziehen, um weltbekannten Austellungen einen angemessenen Rahmen zu verleihen. Damit erhoffte er sich vor allem, einen Prestigebonus im internationalen Vergleich.

Ein weiterer wichtiger Fortschritt in der Entwicklung Kölns, war das Einführen des Flughafens Butzweilerhof. Nachdem die militärischen Truppen aus England abgezogen worden waren, konnte der Flughafen für Passagiere und Frachttransport genutzt werden. Nach dem Hafen und der Eisenbahnstrecke war dies der nächste wichtige Schritt in Sachen Infrastruktur. Die Zeit unter Adenauer war voll von neuen erfolgreichen Projekten. Der Bau des Müngersdorfer Stadions, die vielen Wohnungsbauten und die Mühlheimerbrücke, um nur einige wenige zu vermerken. Die Mühlheimerbrücke war übrigens die größte Hängebrücke Europas und spannte sich vom Stadtzentrum zum Industriegebiet.

Die Wirtschaftskrise

Ohne Zweifel hatte die Wirtschaftskrise auch Auswirkungen auf Köln. Doch Konrad Adenauer ist es zu verdanken, dass diese überschaubar gehalten werden konnten. Indem er neue Grünanlagen und billigen Wohnraum anlegen und bauen ließ, konnte er einige Arbeitsplätze erhalten. Außerdem wurde auf sein Anliegen hin, die erste deutsche Autobahn von Köln nach Bonn angelegt. Sein größter Verdienst waren sicherlich die Verhandlungen mit dem Autohersteller Ford. Er konnten diesen Konzern überzeugen, ein Werk in Köln zu gründen. Die  ersten Autos liefen 1931 vom Band. Es war wohl Konrad Adenauer zu verdanken, dass Köln seinen Weg auch durch die Wirtschaftskrise hindurch fortsetzte. Weil er sich nicht an den Nazi-Verhetzungen beteiligen wollte, wurde er 1933 aus dem Bürgermeisteramt verdrängt. Eine Ära in Köln ging zu Ende.

Foto: Bundesarchiv via. wikipedia.org

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