Köln im Mittelalter- Investition in die Bildung

Der Universitätenbau in Köln

In der Regel war es früher so, dass Universitäten von der geistlichen Obrigkeit gegründet wurden. In Köln war dies nicht der Fall. Nachdem die Bürger die Erlaubnis von Papst Urban VI. Erhalten hatten, konnten sie nach eigenem Bestreben eine Universität gründen. Damit hatte Köln die erste bürgerliche Universität der Welt. Obendrein ist die Kölner Universität eine der traditionsreichsten der Welt und fast die älteste auf deutschem Grund und Boden. Nach den schweren Jahren der Pest, brachten die Studenten neues Geld mit in die Rheinstadt und kurbelten die ein wenig eingeschlafene Wirtschaft teilweise an.

Das nneue Symbol Kölns

In diesen Jahren machte Köln vor allem mit einem Gebäude auf sich aufmerksam. Der Rathausturm war eines der prächtigsten Bauten und galt als Zeichen weltlicher und vor allem bürgerlicher Macht. Die Bürgerschichte demonstrierte eindeutig, dass sie sich nicht vor Adligen und Geistlichen verstecken werden und nun ein Teil der Macht besaßen. Dies ist allerdings nicht mit modernen Grundrechten oder Menschenrechten zu vergleichen, denn es galt der eiserne Grundsatz: Nur wer Geld hat, hat auch einen Wert und Recht auf Mitsprache.
Eine große Sensation war die erste regelmäßig erscheinende Zeitung. In dieser gab es die wichtigsten Neuigkeiten zu lesen. Allerdings war diese Zeitschrift natürlich nur an die höhere gesellschaftliche Schicht gerichtet, da die meisten Bürger nicht lesen und schreiben konnten.

Der Umschwung in Köln

Das 16. Jahrhundert hinterließ in der Kölner Geschichte einen dunklen Schatten. Mehrfach wurden die beiden Bürgermeister gleichzeitg ermordet. Die große lutherische Reformationsbewegung erschütterte die Rheinstadt und auch die tobenden Bauernkriege hinterließen Spuren in Köln.
Im Zeichen der Reformation, wurde die erste Jesuitengemeinschaft in Köln gegründet. Dies führte zu einer schweren Auseinandersetzung mit dem Erzbischof Gebhard, die sich in einem fünfjährigen Krieg entlud, der aus Sicht des Erzbischofes verloren ging.

Der Höhepunkt des 16. Jahrhunderts war sicherlich das Einstellen der Arbeit an dem Kölner Dom. Für viele Kölner verpuffte eine Illusion. Man hatte den Anspruch auf Macht und Größe. Dennoch konnte man nur eine Baustelle erkennen, auf dem ein halbfertiger Dom traurig in die Höhe ragte, umgeben von Baukränen.

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