Köln im Mittelalter- Das Geschäft mit dem Krieg

Köln versucht die Trendwende

Nach dem schlechten 16. Jahrhundert, in dem auch der Ruf der Stadt erheblich gelitten hatte, mussten die Machthabenden in Köln unbedingt einen Weg finden, wieder zu alter Stärke zurückzukehren. Mit dem Bau des Zeughauses, dem Spanischen Bau und der Rathauslaube wurde das weiterhin vorhandene Baupotenzial verdeutlicht. Der erste große Fortschritt im Wiederaufbau Kölns, war das Weiterentwickeln der Handelsbeziehungen mit den Niederlanden. Diese hatten sich von Spanien distanziert und suchten nach neuen Handelspartnern. Somit konnte Köln einen neuen Markt erschließen.

Der Dreißigjährige Krieg- „Glücksfall“ für Köln

Der Dreißigjährige Krieg brachte vielen Menschen Tod und Verderben. Dennoch gab es auch solche Städte wie Köln, die von dem brutalen Kriegstreiben profitierten. Der Krieg allgemein ist teuer und die beteiligten Parteien brauchen allerhand Waren. Genau diese konnte Köln liefern. Aufgrund ihrer Neutralität war es der Rheinstadt vergönnt, mit allen beteiligten Parteien handeln zu können. Die Waffen aus Kölner Produktion waren gern gesehene Hilfsmittel auf dem Schlachtfeld und dementsprechend viel Geld gaben die führenden Feldherren für diese aus. Um die eigene Sicherheit zu gewährleisten, behielt man die besten Waffen aber zurück. Schließlich konnte man in diesen Jahren nicht vorhersagen, in welche Richtung sich der Krieg entwickeln werde und welche Städte letztlich doch Opfer werden würden.

Der Handel mit allen Parteien bewirkte natürlich, dass allerhand Menschen nach Köln kamen. Diese mussten kontrolliert und im Auge behalten werden. Aus diesem Grund stellte man eine Soldatengruppe zusammen, die in leuchtend rote Gewänder gekleidet wurde. Diese untersuchten die Zugänge nach Köln und überprüften Mensch und Passierschein.

Mit dem Aufschwung, den man durch diesen Kriegshandel erhielt, war es möglich, ab dem Ende des 17. Jahrhunderts neue und prachtvolle Barockbauten zu errichten. Hierfür kamen Handwerker und Künstler aus allen Himmelsrichtungen.

Dennoch muss man eherlicherweise sagen, dass Köln einiges an Pracht aus der ersten großen Blütezeit verloren hatte. Auch die Unterschicht, die am Existenzminimum lebte, wurde immer ausgeprägter. Die Zahl der armutleidenden Menschen wuchs von Jahrhundert zu Jahrhundert.

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