Köln im dritten Reich

Köln von Anfang an im Fokus der Nazis

Die Domstadt Köln war von Anfang an im Fokus der Nationalsozialisten, denn diese fassten die pulsierende Stadt als großen Gefahrenherd in Deutschland auf. Der Grund hierfür lag in den vergleichsweise schlechten Umfrageergebnissen, die die Nationalsozialisten in Köln einfuhren. So lag der durchschnittliche Wahlerfolg bei 43,8 Prozentpunkten. In Köln selber kamen sie aber nicht über 33 Prozentpunkte hinaus. Die Nationalsozialisten ließen sich nicht lange bitten und leiteten schnelle „Reformen“ in Köln ein. Die führenden Politiker wie der Bürgermeister Konrad Adenauer wurden ihrer Ämter enthoben und die Medien wurden zu Propagandablättern.

Köln hebt sich leider nicht aus der Masse ab

Obwohl führende Politiker wie Konrad Adenauer das Gedankengut der Nationalsozialisten nicht unterstützen wollten, wurde die Kölner Bevölkerung schnell Teil des nationalsozialistischen Deutschlands. Zwar leisteten einige Menschen vereinzelt Widerstand, der Großteil der Masse gliederte sich jedoch ohne großes Nachdenken und Widersetzen ein. So wurden Juden schon lange bevor es solche Gesetze gab ausgegrenzt und diskriminiert. Die meisten Bürger nutzen den neuen politischen Trend in Deutschland, um Geld zu verdienen. Knapp 80 Prozent stimmten übrigens dafür, das Amt des Reichspräsidenten mit dem des Reichskanzlers zusammenzulegen. Dies steigerte Adolf Hitlers Macht ungemein. Die diversen niederträchtigen Handlungen gegen die jüdische Bevölkerung wurden hingenommen. Allerdings sollte nicht unerwähnt bleiben, dass viele Menschen, gerade Familien, einfach zu große Angst hatten, um eingreifen zu können.
Um einmal deutlich zu machen, in welchem Ausmaße die Judenverfolgung stattgefunden hat, wurden die folgenden Zahlen erarbeitet. Am Anfang Hitlers Tyrannei, 1933, lebten ungefähr 20.500 Juden in Köln. Von diesen schafften es gerade einmal 40-50 bis zum Kriegsende unentdeckt in ihrer Heimatstadt zu leben.

 

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