Die Universität in Köln

Die Uni Köln ist eine der größten Universitäten Deutschlands. Laut eigenen Angaben studierten dort im Wintersemester 2010/2011 insgesamt 35.641 Frauen und Männer, bei einem Geschlechterverhältnis von ca. 3/2. 

Die Universität zu Köln – so der offizielle Name – ist aufgeteilt in sechs Fakultäten: die Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliche Fakultät, die Rechtswissenschaftliche Fakultät, die Medizinische Fakultät, die Philosophische Fakultät, die Mathematisch-Naturwissenschaftliche Fakultät und die Humanwissenschaftliche Fakultät. Die Studenten der Uni Köln haben die Möglichkeit, zu wählen zwischen 74 verschiedenen Studiengängen, die ihrerseits oft noch einmal unterteilt sind nach den verschiedenen Abschlussmöglichkeiten wie Bachelor, Staatsexamen oder Bachelor Lehramt. Außerdem bietet die Uni Köln ebenfalls 74 Masterstudiengänge an.Neben den offiziellen Hochschulpartnerschaften, welche die Uni Köln mit Universitäten aus 13 Ländern in Asien, Europa und Nord- und Südamerika unterhält, sind auch die unzähligen weltweiten Kooperationsprojekte der verschiedenen Fakultäten Zeichen ihrer erfolgreichen Internationalisierung. So sind knapp ein Siebtel der aktuell Eingeschriebenen internationaler Herkunft. 2004 wurde der Uni Köln sogar der Preis des auswärtigen Amtes für besondere Verdienste um die Betreuung ausländischer Studenten verliehen.Die zahlreichen akademischen Auszeichnungen wissenschaftlicher Mitglieder der Uni Köln spiegeln die hohe Qualität der dort vermittelten Lehre wider. Mit dem Gottfried-Wilhelm-Leibnitz-Preis konnten Mitarbeiter der Uni Köln in mehreren Jahren den weltweit höchstdotierten wissenschaftlichen Förderpreis gewinnen. Zahlreiche andere Auszeichnungen, insbesondere für die Nachwuchsförderung, zeugen ebenfalls von einem ausgezeichneten wissenschaftlichen Standard. So hat die Uni Köln viele bedeutende Persönlichkeiten hervorgebracht, darunter mehrere Nobelpreisträger, den ehemaligen Bundespräsident Karl Carstens und Axel A. Weber, von 2004 bis 2011 Präsident der Deutschen Bundesbank.

Die Uni Köln ist eine der ältesten Universitäten Europas. 1388 als Universitas Studii Sanctae Civitatis Coloniensis von den Patriziern des Rates der Stadt Köln gegründet, stellte sie die vierte Universität im heiligen Römischen Reich deutscher Nationen dar. Köln war zu der Zeit mit etwa 40.000 Einwohnern die größte Stadt im Reich. Anders als damals üblich wurde die Gründung der Alten Universität zu Köln nicht von einem Herrscher angeregt, sondern durch den Stadtrat selbst. Der Hauptteil der Studierenden kam aus dem Rheingebiet, Westfalen und den Niederlanden. Doch schon damals war die Universität international geprägt und konnte auch Studenten aus Skandinavien und Schottland zu ihren Mitgliedern zählen. Im Gegensatz zu den restlichen Kölner Bürgern waren die Studierenden und Lehrenden der Universität nicht gaffel- ,d. h. zunftgebunden und hatten außerdem ihre eigene Gerichtsbarkeit. 1798 wurde die Universität von den Franzosen Napoleons geschlossen, weil sich die Professoren weigerten, einen Eid auf die Französische Republik und gegen die königliche Herrschaft zu schwören. Die Unabhängigkeit der Universität stehe an oberste Stelle und müsse gewahrt bleiben, so das Argument der Professorenschaft, außerdem seien sie keine Verwaltungsbeamten.

Auch nach den Befreiungskriegen konnte die Kölner Uni zunächst nicht wieder eröffnet werden, da Preußen Bonn den Vorzug gab. Erst 1919 wurde die Neue Universität zu Köln unter Oberbürgermeister Konrad Adenauer wieder begründet. Die Uni Köln sieht sich heute ganz in der Tradition der Universitas Studii Coloniensis und beging so 1988 ihre 600-Jahrfeier.

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