Die Judenverfolgung in Köln

Das gezielte Vertreiben und Töten der jüdischen Bevölkerung Kölns

Das Töten begann richtig mit dem Einzug der Gestapo in das EL-DE-Haus, in dem unzählige Menschen gefolter und schließlich auch getötet wurden. Die Gestapo zog 1935 in dieses Haus in Köln. Ein Jahr später zog die deutsche Wehrmacht in Köln ein. In bizarren Szenen, jubelten die Menschen den einmarschierenden Truppen entgegen. Der traurige Höhepunkt der Judenverfolgung in Köln war sicherlich die Kristallnacht. In dieser Nacht zogen unzählige Menschen auf die Straße, um die Synagogen und Geschäfte jüdischer Mitbürger zu verwüsten und zerstören. Juden wurde misshandelt und schließlich verschleppt. Zum Schluss enteignete man jeden jüdischen Bürger, denn diesen war es untersagt privaten Besitu zu haben.

Die Juden, die überlebt hatten, wurden wie Sklaven behandelt und mussten ihnen zugewiesene Tätigkeiten in Köln erledigen. Ab 1939 gab es darüber hinaus kein jüdisches Geschäft mehr. Im Jahre 1941 wurden der jüdischen Bevölkerunug auferlegt, sich als Juden zu kennzeichnen. Zu dieser Zeit hielten sich noch gut und gerne 6000 Juden in Köln auf. Aber diese verschwanden fast alle, als 1942 die Judenfrage in Berlin endgültig beantwortet wurde. Sie wurden getötet, deportiert oder konnten gerade noch einmal vor dem Tod fliehen. Köln wurde im Jahre 1943 für „judenfrei“ erklärt. Man hatte erfolgreich 20500 Menschen entweder vertrieben oder getötet. Hinzu kommen noch die verschleppten „Halbjuden“ und andere Minderheiten, wie etwa die Sinti und Roma.

Widerstand in Köln?

Wenn man vom Widerstand in Köln redet, meint man in erster Linie die Edelweißpiraten. Diese Gruppierung entstand zunächst aus vollkommen unpolitischen Gründen. Ihre Mitglieder, vor allem Jugendliche zwischen 14 und 18 Jahren, setzten sich für eine Öffnung der Gesellschaft ein. Sie widersetzten sich der Hitlerjugend und der Gleichschaltung der Medien. Die Edelweißpiraten konzentrierten sich vor allem auf das Rhein-Ruhrgebiet, waren aber eine national verbreitete Organisation.

Das Erfolgsrezept dieser Gruppe, war ihr lockerer Verbund. So kam es nicht selten vor, dass Widerständler in eine andere Stadt fuhren und dort Angriffe auf das Regime verübten. Dies hatte den Vorteil, dass die Täter anonym blieben und es der Gestapo erschwerten, die aufzuspüren.

Im Verlaufe des Zweiten Weltkrieges wurden die Auseinandersetzungen der Edelweißpiraten mit den Nazis immer gewalttätiger und blutiger. Die Angriffe der Widerstandskämpfer häuften sich und die Antworten der Gestapo oder anderer Gruppen wurden immer grausamer. 1944 wurde eine Verordnung verabschiedet, die Gruppen wie die Edelweißpiraten verbot und diesen Bestrafungen wie Hochverrätern androhte. So wurden zum Beispiel 1944 13 Edelweißpiraten ohne Gerichtsverhandlung aufgehangen. Besonders dramatisch, die jüngsten unter ihnen waren gerade einmal 16 Jahre alt.

In Köln gab es vor allem ein großes Gefecht zwischen Widerstand und Nationalsozialisten, das in die Geschichte einging. Es war im Dezember 1944, als die Kölner Widerständler die Nationalsozialisten daran hindern wollten, vor den anrückenden Amerikanern zu flüchten. Zwölf Stunden lieferten sie sich erhebliche Straßenkämpfe, konnten ihr Ziel jedoch nicht erreichen.

Fotoquelle: sxc.hu

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